Montag, 4. Juli 2022

in Michigan und Indiana

in Royal Oak (Detroit) wartet eine freundliche Warmshowers Gastgeberin auf mich und macht mir die ersten Tage in den US leicht

Frances, thank you so much for having me! the communication beforehand, the offer for all the help, for the interesting conversation and the friendliest of welcome to your house, so much appreciated!

nächstes Ziel: Ann Arbor, eine weitere WS Bleibe bei einer Familie mit für USA untypischem Garagen-Inhalt und Kommunikation auf deutsch und englisch

Danke David und Christa und Andreas! Als ich euer Haus verlassen habe hat mein Herz ein bisschen gesungen und ich bereue es, dass ich nicht länger geblieben bin


Tag 3 auf US-amerikanischen Strassen ist eine kleine Herausforderung: Gewitter-Voraussage mit Hagel lässt mich ein Dach suchen. Garnicht so einfach hier, wenn du damit rechnen musst dass die Menschen dich als Eindringling sehen wenn du auf ihr Grundstück gehst. Ich habe die Worte von Frances im Ohr: "be cautious, people do have guns and they are not afraid of using them". Aber die Blitze um mich herum drängen mich dann doch in ein verlassenes Gebäude, wo ich das gröbste Gewitter abwarte. Es bleibt glimpflich, zumindest bei mir gibt es keinen Hagel und die Blitze zucken in sicherer Ferne. Regenzeug kommt aber doch nach langer Zeit mal wieder zum Einsatz.



auch die Schlafplatz-Suche in den Staaten ist nicht einfach, öffentliche Parks sind hier im Gegensatz zu Canada tabu, der nächste Campground zu weit, und ich muss mich gut verstecken wenn ich wild campen will. Kurz vor der Dunkelheit finde ich einen Platz, nicht optimal weil feucht und eng, und ich muss mein Rad durch's Gestrüpp zerren um hinzukommen, aber hier stört mich keiner ausser der Moskitos




am nächsten Tag finde ich schöne einsame Strassen auf denen kaum Verkehr ist. Roadkill ist omnipräsent, ich werde jedesmal traurig, so viele tote Vögelchen, Kaninchen, Waschbären und sogar Koyoten. Auf den einsamen Strassen picken wenigstens die Geier an den Kadavern, auf den frequentierten Strassen verrotten die Tiere meist einfach nur stinkend



heute übernachte ich auf einem Campground, es ist 2 Tage vor July 4th, Wochenende, der Platz total belegt und ich habe Glück noch unterzukommen. Die Geschäftigkeit auf Zeltplätzen ist überwältigend, die Menschen fahren mit Golfmobilen oder dem Auto zum Eiswagen, zum Shop und sogar zum Klo, mein kleines Zelt steht neben einem riesigen Wohnwagen. Mein Abendessen ist wie immer Eintopf, heute gibt's Risotto mit Tomaten und dazu ein kühles Dosenbier. Die Nachbarn laden mich zu einem Bier am Lagerfeuer ein. Um 22 Uhr ist Feuerwerk, 1/2 Stunde, danach fahren wieder Autos durch die Gegend, Musik spielt, Licht strahlt mir in's Zelt. Beim Reisen mit Zelt lernst du Schlafen unter widrigsten Umständen!


am nächsten Morgen breche ich früh auf, Strecke machen ist heute angesagt, ich habe wieder Gastgeber in Elkhart, das sind 105 km


aber vorher werde ich Freunde treffen auf der Strecke! ich treffe mich bei km 65 mit Andrea und Marc


es gibt so viel zu erzählen, die Zeit ist viiieeel zu kurz! ich breche gerade noch rechtzeitig auf um vor der Dunkelheit am Ziel zu sein. Über meist einsame Strassen rolle ich nach Indiana und lande in Elkhart bei diesem schönen Haus


der nächste Morgen, Besuch im Bett


Lauren, meine Gastgeberin, hat eine schöne alte Pfaff gekauft, die wir gemeinsam einfädeln und zum Laufen bringen, und das alte Schätzchen rennt und schnurrt wie ein Kätzchen


Lauren and Justin, you were such inspiring hosts. I felt so welcomed in your house, words can't tell the kindness and hospitality that were coming from you. And Clay, thx for letting me stay in your room, appreciate that!

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